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GESELLSCHAFT

Über Nanotechnologie und Wissenschaft der Zukunft — Interview mit Dmitri Zhukalin, Dozent an der Staatlichen Universität Woronesh

Online-Interview
9. Juni 2020

Es gibt auf ALLATRA TV regelmäßige Interviews mit Wissenschaftlern aus verschiedenen Bereichen. Live-Gäste besprechen verschiedene Themen und Fragen der Wissenschaft. Hier kann der Zuschauer viel Neues und Interessantes erfahren, seinen Horizont erweitern und sich über wissenschaftliche Innovationen und Perspektiven der modernen Wissenschaft informieren.

Am 9. Juni wurde Dmitri Zhukalin zum Thema Nanomaterialien und Nanotechnologien interviewt. Dmitri — Doktor der Physik und Mathematik, Dozent an der Abteilung für Halbleiterphysik und Mikroelektronik an der Staatlichen Universität Woronesh.


Interview mit Dmitri Zhukalin

Der Wissenschaftler begann seine Geschichte mit der Beschreibung von Nanomaterialien, wie sie verwendet werden und warum sie so genannt werden: 

„Zu den Nanomaterialien gehören meistens Materialien, die sich in mindestens einem der Messparameter, die uns bei x, y, z gewohnt sind, auf die entsprechenden Skalen beziehen. In diesem Fall — bis zu 100 Nanometer. Das heißt, es können Folien und einzelne Partikel sein. Zum Beispiel ist ein Quantenpunkt auch ein wunderbares Objekt der Nanotechnologie und der Nanomaterialien. Es können alle Arten von Pulvern sein, die ihre Eigenschaften grundlegend verändern können.“

Es war auch sehr interessant, etwas über Fullerene (hohle, geschlossene Moleküle aus Kohlenstoffatomen, die sich in Fünf- und Sechsecken anordnen) zu erfahren. Dmitri erklärte, dass alle Materialien, die in diesem Vortrag besprochen werden, aus Kohlenstoff bestehen. Wegen der unterschiedlichen Struktur des Kohlenstoffs können die Materialien, die er bildet, völlig unterschiedliche Eigenschaften haben. Ein Beispiel sind Kohle und Diamanten, die uns gut bekannt sind. „Und Fulleren ist Kohlenstoff in Form eines Fußballs, der aus Polyedern besteht: Die Fünfecke und Sechsecke stehen in Abhängigkeit von der Anzahl der Atome und haben daher unterschiedliche Stabilität,“ — sagte der Wissenschaftler.

Perspektiven der Entwicklung der Nanotechnologie

Dmitri erläuterte weiter, dass in der Zukunft, mit der Entwicklung der Wissenschaft, Nanomaterialien zu den Materialien werden, die man mit den vorgegebenden Eigenschaften herstellt, indem man sie aus einzelnen Atomen zusammenstellt. Interessant war für die Zuhörer auch, ob es in Zukunft möglich ist, ein Gerät wie einen 3D-Drucker zu schaffen. Dieses Gerät könnte dann z.B. Müll recyceln und daraus nützliche, notwendige Produkte herzustellen. Die Antwort des Wissenschaftlers dazu ist sehr inspirierend:

„Ich denke, das ist möglich, aber es braucht Zeit. Wie ich schon sagte, diese Atome, die seit Tausenden von Jahren auf dem Planeten existieren, die sind nicht verschwunden. Wir haben die Atome nur verarbeitet und sie dann in anderen verbundenen Zuständen, in anderen Aggregatzuständen bestehen bleiben. Entweder liegen sie auf Müllhalden oder wir versuchen, sie irgendwie zu recyceln. Und im Großen und Ganzen ist die Idee des Druckers nicht neu. Im Geschäft kann man jetzt einen gewöhnlichen 3D-Drucker kaufen, der mit Plastik drucken kann. Die Auflösung solcher Drucker ist jetzt ein Mikron. Es ist klar, dass dies viel mehr ist, als die Größe der einzelnen Atome. Aber die Ausarbeitungen, einschließlich der atomaren Zusammenfügung, kommen bereits in Gang.“

Die Zukunft liegt in der Wissenschaft

Solche interessanten Interviews geben jedem von uns die Möglichkeit, einen Blick über den Tellerrand zu werfen und die Perspektiven zu sehen, die sich für die Gesellschaft eröffnen. Die Überlegungen der Wissenschaftler inspirieren uns dazu, mehr zu lernen.

Dadurch wird bestätigt, dass die Menschheit etwas anzustreben hat. Dank der Wissenschaft und der Menschen, die versuchen, die Weltstruktur zu verstehen und Nutzen für die Gesellschaft zu bringen, öffnet sich der Schleier, hinter dem sich eine riesige wunderbare Welt verbirgt.

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